DIE BIBEL
Yun Nam


Galerie Rasch
Yun Nam
Die Bibel

17.06.2016
um 19 Uhr

Die Bibel ist seit ihrer umstrittenen Entstehung Objekt der Verehrung aber auch gleichzeitig ein Sinnbild der Intoleranz und Gewalt. Sie ist Dokumentation der Werte einer Religion, die wie keine andere das Leben der Menschen in der abendländischen Gesellschaft beeinflusst hat. Tatsächlich lassen sich sowohl Taten der Gewalt, wie auch der allgemeinen Bereicherung auf die Bibel zurückführen. Kunst und religiöser Glauben sind schon seit Anfang unserer Geschichte untrennbar und die Kunst ist seit dem Zeuge der inhärenten Dichotomie, die sich im religiösen Glauben manifestiert. Die Kunst versinnbildlicht und verkörpert oft die Werte, Grundüberzeugungen und Traditionen, wie auch die Widersprüche und Gegensätze der menschlichen Gesellschaft. Für sie ist die Bibel sowohl Quelle der Unterdrückung und Zensur, wie auch Inspiration. Auch wenn man meinen könnte, dass der Einfluss der Bibel auf unsere Gesellschaft und auf unsere Kunst nachgelassen hat, behauptet YUN NAM, dass diese Einflüsse – wenn auch in einer unscheinbaren Art und Weise – weiterhin existieren. Die ikonischen Bilder verstorbener Gottheit waren und sind fester Bestandteil unserer piktoralen Kultur, ihre Schatten eingebrannt in unserem kollektiven visuellen Cortex.

 


 

20.05.2016

DU VERT ET DES CENDRES
Laurent Joliton


Galerie Ulrike Petschelt
Laurent Joliton
DU VERT ET DES CENDRES

Eröffnung Freitag, den 20.05.2016 um 20 Uhr
Einleitung mit Dr. Kai U. Jürgens, Publizist, Kiel
Ausstellungsdauer vom 21.05. bis 23.06.2016

Der in Frankreich lebende Autodidakt, der seit 1999 an Ausstellungen beteiligt ist und mit La Part de l’Ombre  2015 in der Galerie Ulrike Petschelt seinen ersten Auftritt in Deutschland hatte, begegnet uns dieses Jahr erneut in der Galerie; diesmal mit seiner 2016 geschaffenen Ausstellung Du Vert et des Cendres, bei der er sich insbesondere mit dem Verhältnis des Menschen der Gegenwart und der Natur beschäftigt.

„Die Malerei von Laurent Joliton ist (……) auch ein Versuch, verlorenes Terrain anzueignen und die Deutungshoheit über die Welt zurückzugewinnen – so unverständlich und widerspenstig sich diese Welt auch geben mag. Dass der Künstler dies mit den Mitteln der angeblich so schwerfälligen, so unmodischen und so überholt wirkenden Malerei unternimmt, ist nicht ohne Ironie. Das Unterfangen zeigt aber, welches Potential noch immer in dem Medium steckt – wenn sich wie in diesem Fall jemand findet, der virtuos mit ihm umzugehen weiß.“ Dr. Kai-U. Jürgens, Kiel, 2015

 


 

20.05.2016

METHODS OF TILLING THE SOIL
Albert Grøndahl


Warte Für Kunst
Albert Grøndahl
METHODS OF TILLING THE SOIL

Eröffnung Freitag, den 20.05.2016 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer vom 21.05. bis 17.06.2016

Mit seiner Einzelausstellung “Methods of Tilling the Soil“ stellt Albert Grøndahl eine fiktive anthropologische Untersuchung an: Seine fotografischen Arbeiten hinterfragen die Natur und die menschliche Existenz in Form von Souvenirs einer fiktiven Reise, die er als Forscher in Form von verfremdeten Fragmenten im Fixierbad seiner Dunkelkammer wieder auftauchen lässt. Albert Grøndahl mag es sich selbst als „Sammler von Erfahrungen“ zu sehen. Als visuellen Abenteurer. Dabei findet er seine Motive wie ein Jäger und Sammler ganz intuitiv. Für “Methods of Tilling the Soil“ bedient er sich jedoch einer besonderen Strategie, in dem er seine Bilder vom klassischen fotografischen Prozess löst und sie in andere Bildsysteme überführt, um einen neuen Ansatz im Umgang mit visuellen Erinnerungen zu ermöglichen. So spielen bei ihm sowohl skulpturale Elemente eine Rolle, wie auch der Umgang mit verschiedenen fotografischen Emulsionen. Er stellt den physischen Aspekt seiner Fotografien in den Mittelpunkt und erwirkt dadurch eine erhöhte Dynamik zwischen Referenz (dem Abbild) und dem Objekt (dem fotografischen Print). In seinem Herstellungsprozess wird das Motiv jedes einzelnen Bildes zu einer neuen, nicht-reproduzierbaren Oberfläche. Mit dem Ziel bekannte Bildstrategien zu umgehen, entstehen nicht nur Abbilder des ‚gefundenen‘ Moments, sondern die Einzigartigkeit dieses Moments wird durch die Geste des Objekts besonders herausgestellt. Das traditionelle, rein mechanische Medium Fotografie wird hier erweitert durch den künstlerischen Eingriff und formt einen neuen, phänomenologischen Körper. Diese Symbiose führt in seiner Arbeit “Methods of Tilling the Soil“ zu einem intensiven kulturellen wie emotionalem Austausch, jenseits jeder gängigen Landkarte.

 


 

20.05.2016

“Dream on”
​Christine Wassermann
kuratiert von Sarah-Maria Nickel


Galerie Rasch
Christine Wassermann
kuratiert von Sarah-Maria Nickel


Eröffnung Freitag, den 20.05.2016 um 20 Uhr
Ausstellungsdauer vom 21. – 24.05.2016

 


 

15.04.2016

Lilly Lulay
upload yourself

 


Warte für Kunst
Lilly Lilay

Eröffnung und book launch Freitag, den 15.04.2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 16.04 bis 13.05.2016
Öffnungszeiten: Di. und Do. von 16 bis 19 Uhr
Die Opulenz von Bildern hält die Künstlerin Lilly Lulay davon ab Neue zu produzieren.
Als Grundlagen ihres künstlerischen Schaffens nutzt sie öffentliche und private Bild- und Fotoarchive. Bilder aus dem Internet, gefundene vom Flohmarkt oder geschenkte Fotografien von Freunden ergeben Material für ihre Werkreihen, die sich in Form von Collagen, Installationen oder als Strickereien manifestieren. Lulay’s Arbeitsweise, die sich als manuelle post-production beschreiben lässt, zielt darauf ab, theoretische Grundlagen des fotografischen Mediums zu untersuchen und zu hinterfragen. Im Zentrum ihrer künstlerischen Forschung steht somit die technologische Entwicklung des Bildes und die damit verbundene Veränderung im Sozialverhalten der Menschen.
In Lilly Lulays Ausstellung „UPLOAD YOURSELF“ ergänzt und führt sie die in 2015 entstandene Werkgruppe Liquid Portrait fbarchive25042015 weiter.
Quelle dieser Werkgruppe ist der visuelle Inhalt eines Facebook Accounts. Lilly Lulay eignet sich die dort versammelten Bilddateien an, arbeitet dieses personalisierte Informationsnetzwerk analog auf und setzt es in einer Wandskulptur wieder neu zusammen. Dadurch ergibt sich nicht nur das Portrait einer Privatperson, sondern eine Skulptur, die verdeutlicht, welches Volumen an Informationen einen allgemeinen Facebook Avatar ausmacht.
Eine bewegte Collage, per Video dokumentiert, ist das zweite Element von Liquid Portrait fbarchive25042015. Sie besteht aus den weggeschnittenen, vornehmlich monochromen Überbleibseln der Wandskulptur, aus hunderten, Fotofragmenten, die nach farblichen Parametern geordneten  und Zentimeter hoch übereinander geschichtet wurden. Es herrscht ein Überangebot an visuellen Informationen, das ähnlich der Nutzeroberfläche eines Facebookaccounts, stets aufs Neue Aufmerksamkeit des Betrachter einfordert.  In einen Zustand versetzt, der zwischen dem Erwarten eines neuen Höhepunkts und Überdruss schwebt, möchte man am liebsten selbst eingreifen, das Bild anhalten, weiter scrollen oder zurückspulen.

 


 

15.04.2016

Hannah Meisinger & Sina Gruber


GALERIE ULRIKE PETSCHELT
introducing GALERIE SCHRÖDER
Hannah Meisinger & Sina Gruber



Eröffnung Freitag, den 15.04.2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 16.04. bis 13.05.2016
Öffnungszeiten: Di. von 16 bis 19 Uhr
21.04. 2016 von 14 bis 16 Uhr
06.05.2016 von 11 bis 13  Uhr
Die Galerie Schröder ist ein neues gemeinsames Ausstellungsformat der Galerie Ulrike Petschelt und der Galerie Rasch.
Die Ausstellungen werden in dem Raum der Galerie Ulrike Petschelt stattfinden.
Der Schwerpunkt des Konzeptes liegt darin, dass studentische Arbeiten zu vergleichsweise günstigen Preisen angeboten werden.  Die studierenden Künstler erhalten so die Möglichkeit, ihre Arbeiten zu präsentieren und sich schon sehr früh mit dem Publikum/Betrachter auseinanderzusetzen. Die Ausstellungsqualität ist durch die gemeinsame Auswahl der Künstler mit den Galeristen gewährleistet.
Ziel ist es unter anderem auch, Kunst zu erschwinglichen Preisen für Menschen mit viel Interesse – aber mit geringer Finanzkraft- anzubieten.Der Auftakt der Veranstaltungsserie wird am 15. April 2016, um 19.00 Uhr, die Ausstellung von Werken der beiden Kasseler Kunsthochschulstudentinnen Sina Gruber und Hannah Meisinger sein.Die beiden Studentinnen der Kasseler Kunsthochschule sind 1990 geboren und im 5. Jahr ihres Studiums.
Sina Gruber sagt zu ihren Arbeiten: “Ich beschäftige mich mit den Assoziationsketten, die meine eigene Innenwelt mit mir fremd erscheinenden Lebenswelten verknüpfen.”

 


 

15.04.2016

Stange – Apel – Kadillari


Galerie Rasch
Stange – Apel – Kadillari

Eröffnung Freitag, den 15.04.2016 um 19 Uhr
Öffnungszeiten nach Vereinbarung

 


 

19.02.2016

Brilanta Kadillari
Long transition


Galerie Rasch
Brilanta Kadillari

Eröffnung Freitag, den 19.02.2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 20.02. bis 06.03.2016

Am 19. Februar wird die Ausstellung “Long transition” (zu dt. “Ein langer Übergang”) der albanischen Künstlerin Brilanta Kadillari in der Galerie Rasch eröffnet. Die Ausstellung verspricht einen interessanten Blickwinkel auf das Heimatland der Künstlerin.

Albanien ist ein Ort, der sich seit mehr als 25 Jahren in ständiger Umwandlung befindet. Ein Ort, wo die Menschen sich angewöhnt haben, optimistisch zu bleiben, trotz den schwierigen Zeiten, die ihre Heimat plagen. Gefühle und Emotionen werden in dieser schwierigen und langwierigen Zeit von Veränderung oftmals ignoriert. Die Dimensionen dieser langen und stetigen Veränderung gehen allmählich verloren und dem Land droht, eine banale Biographie zu erhalten.
Genau an dieser Stelle setzt die Künstlerin an und lässt ihre Fotoarbeiten, meist in schwarz/weiß, entstehen. Raum und Zeit scheinen bei ihren Arbeiten still zu stehen. Banale Orte wie Stadt und Strand stehen im ständigen Konflikt zueinander. Ihre Fotoarbeiten haben oft eine natürlichen Erhabenheit inne.
Am Ende Ihrer künstlerischen Arbeiten steht der innigste Wunsch nach dem Wahrwerden eines Traumes, der Traum eines hoffnungsvollen und mit positiver Energie gefüllten Albaniens.

 


 

19.02.2016

Benjamin Bethel
Helden und Monster


Galerie Ulrike Petschelt
Benjamin Bethel

Eröffnung Freitag, den 19.02.2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 20.02. bis 19.03.2016
Die malerische und zeichnerische Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur steht im Zentrum der bildnerischen Recherche von Benjamin Bethel.
In seiner künstlerischen Arbeit Helden und Monster wendet sich Benjamin Bethel der Fragestellung nach heldenhaften und monströsen Handlungen des maskulinen Körpers und deren Auswirkungen auf Realität und Alltag zu.Überwiegend stellt die männliche Figur den prominentesten Stellvertreter als Monster oder als Held dar. Von den Geschichten der Tragödie bis hin zur Zeit des Comics wird der Mann entweder zum Held oder zum Monster designiert, der die Alltagsrealität bzw. Weltordnung innerhalb dieser Geschichten bestimmt oder beherrscht.Damit verbildlicht Benjamin Bethel in seinen Malereien die Frage nach einer Welt, in der maskuline Protagonisten augenscheinlich das Bild dominieren.

 


 

19.02.2016

Michael Rockel
Boulevard der zerbröselten Träume


Warte für Kunst
Michael Rockel

Eröffnung Freitag, den 19.02.2016 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer vom 20.02. bis 19.03.2016

 

In der Ausstellung „ Boulevard der zerbröselten Träume“ bewegt sich der Berliner Künstler zwischen Alchemie und Popzitat. In seinen Skulpturen und Installationen untersucht er  das Zusammenwirken von Materialien, Objekten und deren gegenseitige Beeinflussung sowie Wechselwirkung. Seine Arbeiten entstehen zumeist prozesshaft in einem transformativen Raum. Das Material ist dabei stets Ausgangspunkt und entwickelt in Kombination mit anderen Objekten eine visuelle Erfahrungsebene, die die jeweiligen Materialien in eine neue ungewohnte Beziehung setzt.Funktionslose Objekte und an sich billiger Kitsch stehen dabei gleichberechtigt neben aufgeladenen Symbolträgern und teuer anmutenden Materialien. Sie besitzen teilweise eine ausgewogene Harmonie, sind jedoch genauso nah am Umfallen, Auflösen, Vergilben, Vertrocknen und erzeugen dadurch eine imaginäre, beinah performative Bewegung im Raum. Pigment, Plastik, Holz, Flüssigseife oder Glas dienen ihm als verbindende Elemente. In seinen Arbeiten werden sie aufgerieben, zerbröselt, geschmolzen und wieder zusammengesetzt. In diesem Transfusionsprozess können die einzelnen Objekte dabei physisch miteinander verschmolzen sein, aber auch vollkommen losgelöst nebeneinander stehen. Letztendlich geht es in seinen Installationen und Skulpturen um eine Rückkehr zum Ursprung des künstlerischen Schaffens: Der Faszination für das Material selbst und den Künstler, der in alchemistischer Tradition mit ihnen arbeitet.